Die Bedingungen vor Ort

Das Gebiet „Pauri“ im Himalayagebiet zählt etwa 2500 Einwohner.
Die Einkünfte stammen hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Diese ist in den Bergregionen sehr arbeitsintensiv, jede Hand wird gebraucht.
Die Kinder arbeiten schon früh für den Broterwerb der Familien mit. Die momentanen Schulwege sind lang.
Nach der Grundausbildung ist die weitere Schulbildung kostenintensiv (weiterführende Schulen sind meist privat und daher kostenpflichtig), so dass viele Familien ihren Kindern nur die staatliche Basisausbildung ermöglichen können.
Die Menschen in diesem Gebiet leben sehr einfach und in enger Verbindung mit der Natur. Noch kurz vor Ende der Kolonialherrschaft wurden die einst üppigen Wälder abgeholzt und so Trockenheit und Bodenerosion gefördert.
Viele Familien können sich nicht mehr alleine vom Acker ernähren und so gehen die Männer in weiter entfernte Städte, um Arbeit zu suchen. Frauen und Kinder können die Böden alleine nicht bearbeiten.
Die errungenen Landwirtschaftsflächen und der Terrassenanbau gehen mehr und mehr verloren.
So gerät in Vergessenheit, was über Jahrtausende an Pflanzen-Wissen gesammelt wurde.

Die Naturschule Paramarth Awadhawan möchte dazu beitragen, dass der Terrassenanbau wieder gefördert wird und damit eine Abwanderung der jungen Menschen in die Ballungscentren abnimmt.
Neben den allgemeinen Unterrichtsfächern erfolgt eine praktische Ausbildung.
Vorgesehen ist, dass die Kinder bis zum 8. Lebensjahr einen Gemüsegarten anlegen können, bis zum 10. Lebensjahr schon aufeinander abgestimmte Kräuterpflanzungen konzipieren und pflegen können und bis zum 16. Lebensjahr Grundkenntnisse für die Bewässerung des Landes erlernt haben.
Auf diese Weise ist es den Schülern von Beginn an möglich, unmittelbar mit der Natur zu leben, ihre Zeichen zu lesen und ihre Arbeit danach auszurichten.
Dies befähigt die jungen Menschen, ihr Land und speziell den Terrassenanbau wieder neu zu beleben.







